Beschleuniger

Die Linearbeschleuniger erzeugen ionisierende Strahlen - Photonen bzw. ultraharte Röntgenstrahlen oder Elektronen. Wir können je nach gewünschter Eindringtiefe in das zu bestrahlende Gewebe Elektronenenergien zwischen  6 - 18 MeV und Photonenenergien von 6 oder 10 MV wählen. Durch die Millenium Multileafkollimatoren mit 120 Lamellen können die Bestrahlungsvolumina sehr genau begrenzt werden. Beide Beschleuniger sind mit Portal Imager, On-Board-Imaging System, Cone beam CT ausgestattet. Es kann eine intensitätsmodulierte (IMRT) und Rapid Arc- (VMAT) Radiotherapie durchgeführt werden. Mit diesen Techniken sind auch Hochpräzisionsbestrahlungen möglich.

Da uns zwei Beschleuniger (Tandem) zur Verfügung stehen, kann bei Störungen bzw. Wartungen auf das jeweils andere Gerät zurückgegriffen werden. Längere Wartezeiten oder Pausen werden so vermieden.

Computertomograph

Als Grundlage für eine moderne Bestrahlungsplanung wird ein Computertomogramm benötigt. Wir können zur Anfertigung unserer Planungs-Computertomographien einen Multislice-Computertomographen des Instituts für Diagnostische und Interventionelle Radiologie, Klinikum Schwabing, nutzen, der sonst für die Diagnostik verwendet wird. Die Daten des CT werden direkt an unseren Planungsrechner übermittelt, deshalb können auswärtige CT-Aufnahmen hier nicht verwendet werden. Bei speziellen Fragestellungen kommt zusätzlich noch die Kernspintomograpie oder ein PET/CT zum Einsatz (CT und MRT bzw. PET/CT werden fusioniert).

Bestrahlungsplanung

Für eine moderne 3-dimensionale Bestrahlungsplanung steht uns das Planungssystem Eclipse zur Verfügung.

Der planende Arzt zeichnet auf jeder CT-Schicht das gewünschte Zielvolumen ein. Er kennzeichnet auch sog. Risikoorgane, d.h. gesunde Gewebe, die besonders geschont werden sollen. Zusammen mit dem Medizinphysiker wird dann ein 3-dimensionaler Bestrahlungsplan erstellt.

Die Bestrahlung erfolgt meist aus verschiedenen Richtungen, die sich überlagernd das gewünschte Zielvolumen umschließen (Mehrfeldertechnik). Durch die intensitätsmodulierte Bestrahlung IMRT kann die Dosis dem Zielvolumen genau angepasst werden. Umgebende Organe können besser geschont werden. Bei der Rapid-Arc-Technik umkreist der Strahlerkopf während der Bestrahlung das Zielvolumen. Diese Techniken ermöglichen eine hochpräzise bzw. hochkonformale Bestrahlung auch sehr kleiner Zielvolumen.

Dreidimensionaler (3-D) Plan bei Bestrahlung eines Wirbelkörpers. (Hier wird das Zielvolumen z.B. aus drei Richtungen bestrahlt)

IMRT-Plan bei Bestrahlung eines HNO-Tumors

Rapid-Arc-Plan bei Bestrahlung eines Analtumors

Hochpräzisionsbestrahlung eines Lungentumors

Afterloadinggerät

Afterloader GammaMed 3/24 iX

Für Bestrahlungen in Hohlorganen des Körpers verwenden wir ein Afterloadinggerät GammaMed Plus 3/24 iX mit dem Planungssystem Brachyvision. Beim Afterloading oder der Brachytherapie wird das umschlossene Radionuklid Iridium-192 in engen Kontakt zum Tumor bzw. den zu bestrahlenden Bereich gebracht. Nach Einlage eines entsprechenden Applikators in das Organ, z.B. die Speiseröhre oder die Scheide bewegt sich der Strahler computergesteuert in denselben (Nachlade- oder Afterloadingverfahren). Bei Beendigung der Bestrahlung, die wegen der hohen Dosisleistung des Iridiums nur wenige Minuten dauert, kehrt die Strahlenquelle wieder in das Gerät zurück.

Top